Liebe Leserin, lieber Leser,

 vielen Dank für Ihr Interesse an der Förderung der Erhaltung tiergenetischer Ressourcen in der Landwirtschaft (EGR).
Genetische Ressourcen bergen Nutzen- und Innovationspotentiale, die für die Anpassungsfähigkeit der Landwirtschaft an sich verändernde Markt-, Produktions- und Umweltbedingungen von großer Bedeutung sind. Ihre Erhaltung ist eine grundlegende Voraussetzung für zukünftige Nutzungen und züchterische Fortschritte.

Zweck der Förderung der Erhaltung bedrohter genetischer Ressourcen in der Landwirtschaft ist der Ausgleich wirtschaftlicher Nachteile aufgrund besonderer Bewirtschaftungsanforderungen oder geringerer Leistungen, die bei der Zucht und Haltung gefährdeter Nutztierrassen unter den geltenden wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen entstehen. Hierzu finden Sie die Rechts- und Verfahrensregelungen in den Förderungsrichtlinien.


Förderungsfähig ist die Zucht oder Haltung der
in der Roten Liste des Fachbeirates für Tiergenetische Ressourcen aufgeführten Tierrasse Glanrind, die
  • im Zuchtbuch der Fleischrinder-Herdbuch Bonn e. V, Hauptabteilung A, eingetragen,
  • an einem Erhaltungszuchtprogramm der Fleischrinder-Herdbuch Bonn e. V. teilnehmen und
  • im Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HIT) registriert sind.

Gefördert werden können Unternehmen, welche
  • die nach § 1 Abs. 2 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte (ALG) vom 29. Juli 1994 (BGBl. I S. 1890) in der jeweils geltenden Fassung genannte Mindestgröße erreichen oder überschreiten oder
  • sonstige Tierhalter, unbeschadet der gewählten Rechtsform, die Glanrinder halten und
  • weniger als 250 Personen im letzten Rechnungsabschluss beschäftigen und einen Jahresumsatz von 50 Mio. EUR oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. EUR haben.

Förderungsvoraussetzungen
  • Der Betrieb ist innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren selbst zu bewirtschaften.
  • Die geförderten Zuchttiere sind in der vg. festgelegten zeitlichen Bindung zu halten.
  • Dem Fleischrinder-Herdbuch Bonn e. V. sind, gemäß den Vorgaben der Bewilligungsbehörde, alle vorhandenen genetisch relevanten Daten kostenlos zur Verfügung stellen.


Umfang und Höhe der Förderung
Die Zuwendungen werden in Form von Zuschüssen gewährt.
  • Es können für die Dauer von fünf Jahren jährlich bis zu 200,00 € je GVE für förderfähige Zuchttiere gewährt werden.
  • Zusätzlich können bis zu 240,00 € je GVE für die Bereitstellung von förderfähigen Zuchttieren für den Embryotransfer oder die Samengewinnung gewährt werden.


Möchten Sie nähere Informationen über die in der Erhaltung stark gefährdeten Tierrasse „Glanrind“ erhalten, empfehlen wir Ihnen, die Webpräsenz der Zentralen Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland zu besuchen.
Wenn Sie förderungs- und verwaltungsrechtliche Fragen haben, können Sie sich gerne an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gruppe „Tierzucht und Qualitätsprüfung“ des DLR Westpfalz (Bewilligungsbehörde) wenden.
Falls Sie sich direkt über die Einzelheiten des Antragsverfahrens (Antragsformular, weitere Unterlagen) informieren möchten, öffnen Sie bitte den Link Verfahrensunterlagen

Ihr Förderteam





herwig.koehler@dlr.rlp.de     www.DLR.RLP.deDrucken nach oben